Wissenswertes für Auftraggeber

 

Zeitpunkt des Hundes am Set:

Je weniger Wartezeit ein Tier (Hund) bis zu seinem Einsatz vor der Kamera hat, desto besser.  Etwa eine halbe Std. benötigt ein Hund, um am Set „anzukommen“ = sich umzusehen, zu schnüffeln und mit dem Schauspieler/Model „Freundschaft“ zu schließen.

Es ist NICHT empfehlenswert, den Hund bereits zum Shooting-/Drehbeginn ans Set zu bestellen, wenn dieser zu dem Zeitpunkt noch nicht benötigt wird. Menschen können mit Wartezeit entspannt umgehen. Für einen Hund bedeutet Wartezeit am Set oft ein gewisses Maß an Aufregung. Wertvolle Energie und Arbeitsbereitschaft des Hundes wird durch Warten "verbraucht".

Dauer des Einsatzes am Set:

Wie lange ein Hund gute Arbeit am Set leisten kann, ist von vielen Faktoren abhängig und nicht eindeutig zu beantworten.

Die Faktoren sind:

  • Tagesform des Hundes
  • Höhe des Ablenkungsgrades am Set (je mehr Ruhe, desto besser)
  • Häufigkeit der Wiederholungen / des Verhaltens des Hundes
    • je nach Trick / Verhalten des Hundes gibt es den Moment, an dem der Hund körperlich nicht mehr kann, die Konzentration nachlässt oder er einfach keine Lust mehr hat, gleiches wieder und wieder zu tun.
      (Beispiel: Der Hund soll „Männchen“ machen. Diese Haltung ist eine gewisse Zeit möglich, ebenso Wiederholungen. Irgendwann jedoch ist die unnatürliche Position sehr anstrengend für den Hund. Er wird nur noch sehr ungern oder nicht mehr "Männchen" machen.)
  • Temperatur / Wetter am Set
  • Uhrzeit des Drehs / des Shootings (spät abends / nachts ist die Leistungsphase deutlich kürzer)
  • Dauer der jeweiligen Dreheinsätze
    • je häufiger der Hund die Möglichkeit hat, einfach „Hund“ zu sein, ohne im direkten Einsatz vor der Kamera zu sein (z.B. bei Umbauarbeiten o.ä.), desto länger seine Lust, gehorsam vor der Kamera zu stehen.
    • Geben Sie den Hund „frei“, wenn Sie z.B. aktuelle Bilder/Szenen sichten, Licht neu einstellen, intern etwas besprechen  usw.

 Schauspieler-/Modeleinsatz:

Bereits häufiger haben wir erlebt, dass optisch tolle und prima talentierte Schauspieler/ Model gebucht wurden. Leider wurde bei den Buchungen nicht berücksichtigt, ob diese Hunde mögen und vielleicht sogar Hundeerfahrung haben. Auch die Frage, ob eine Hundehaar-Allergie vorliegt empfiehlt sich sehr.

Die Zusammenarbeit von Hund und Mensch (Schauspieler/Model) leidet extrem, wenn der Mensch sich nicht auf den Hund einlassen kann und ggf. sogar Angst vor ihm hat. Die Qualität des Ergebnisses leidet.

 Anforderungen an den Hund:

Je genauer wir zuvor wissen, was vom Hund gewünscht ist, umso besser können wir es im Vorfeld üben. Gleiches gilt direkt beim Shooting oder am Filmset. Nur, wenn Sie uns an Ihren Wünschen und Gedanken teil haben lassen, können wir unser bestes geben und den passenden Hund auswählen und dazu bringen, gewünschtes Verhalten zu zeigen.

Besonders von Nicht-Hundehaltern werden Verhaltensweisen / Können des Hundes als selbstverständlich gesehen, die aus unserer Sicht viel Training erfordern und nicht „einfach so“ umzusetzen sind. Dieses geht bis zu Wünschen an die Hunde, die nicht umzusetzen sind.

Lassen Sie uns möglichst genau wissen, welche Bilder Sie vom Ergebnis bereits im Kopf haben. Wir können Ihnen dann im Vorfeld sagen, ob und was davon umzusetzen ist oder Ihnen ggf. Alternativen anbieten. Gleiches gilt bei der direkten Arbeit am Set.

Oftmals bekommen wir Buchungsanfragen für einen Hund, der „nichts besonders“ können muss – „nichts“ ist sehr unwahrscheinlich.

Beispiel 1:
Ein kleiner Hund wird gesucht. Können muss er nichts laut erster Email. Auf genaue Nachfrage von uns stellt sich im Gespräch heraus, dass der Hund vom Schauspieler / Model auf den Arm genommen / getragen wird.

Nicht jeder Hund mag auf dem Arm sein. Eine genaue Auswahl möglicher Hunde unsererseits ist notwenig.

Beispiel 2:
Ein Hund soll einen Gegenstand von A nach B apportieren / bringen. Trotz vorherigem Telefonat blieb es bei dieser Anforderung. Wir lieferten einen passenden Hund. Am Set wurde vom Hund zusätzlich gewünscht, dass er den Gegenstand stillstehend im Maul hält. Für Nicht-Hundehalter eine scheinbar einfache / gleiche Verhaltensweise - für uns bzw. den Hund aber  ein großer Unterschied. Viele Hunde tragen zwar gern etwas von A nach B, lassen es jedoch direkt aus dem Maul fallen, wenn sie stehen (oder sitzen oder liegen).